Homöopathie

Die Methode der Homöopathie basiert auf dem Prinzip, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird (nach S. Hahnemann).So verursacht z.B. Chinarinde beim Gesunden Schüttelfrost, kann aber einen an Schüttelfrost Erkrankten heilen. Auf welchem Weg dies genau vor sich geht, ist nicht bekannt; die Wirkung zeigt sich aber als Erfahrungswert.
Homöopathische Arzneien sind natürliche Substanzen, die durch Verdünnung und Verschüttelung so aufbereitet werden, dass sie nicht mehr als materielle Substanz, sondern als energetischer Impuls wirken. Viele Homöopathen sind der Ansicht, dass durch solch einen Impuls Selbstheilungskräfte aktiviert werden, die zu einer verbesserten Eigenregulation verhelfen und damit die Krankheitssymptome, als fehlgeschlagenen Reaktionsversuch des Körpers, überflüssig machen.
In der Klassischen Homöopathie wird in der Regel nicht die Krankheit, sondern der kranke Mensch mit der Gesamtheit seiner Wesenszüge, Besonderheiten und Beschwerden betrachtet. Für diese Gesamtheit soll eine einzelne, möglichst gut  passende Arznei  gefunden werden, die meist über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Die homöopathische Behandlung besteht zunächst aus einer einmaligen ausführlichen Fallaufnahme, die zwei oder mehr Stunden in Anspruch nehmen kann und bei mir noch durch einen Fragebogen ergänzt wird. Auf dieser Basis suche ich in einem weiteren Arbeitsschritt ein homöopathisches Mittel aus, das in der Regel zunächst einmalig eingenommen wird. Nach etwa zwei Wochen sollte ein kürzerer Nachfolgetermin stattfinden, in dem die Wirkung des Mittels kontrolliert wird. Ergänzend, je nach Verlauf, können telefonische Beratungsgespräche und weitere Folgetermine sowie Arzneigaben stattfinden.

Parallelbehandlung: Homöopathische Behandlung bei vorwiegend seelischen Beschwerden ist möglich, auch wenn parallel dazu schulmedizinische Medikamente, wie z.B. Antidepressiva, eingenommen werden. Es sollte jedoch nicht eine schulmedizinische Medikation gleichzeitig mit einer homöopathischen Behandlung begonnen werden, weil man sonst die Effekte nicht unterscheiden kann.
Wichtig ist zu wissen, daß Homöopathie keine schlagartigen Wunderheilungen hervorruft, sondern eher langsame Veränderungen und Verbesserungen der Befindlichkeit bewirken kann. Dies gilt besonders für Beschwerden, die bereits über einen langen Zeitraum bestehen und/oder tief im Persönlichen verankert sind, wie es z.B. bei depressiven oder zwanghaften Wesenszügen der Fall ist.

Eine gleichzeitige homöopathische und psychotherapeutische Behandlung habe ich in vielen Fällen als sinnvoll und wirksam erlebt. Es scheint so zu sein, dass eine konstitutionelle Stärkung oft auch zu einer größeren seelischen Entwicklungsbereitschaft führt.

Die Kosten für eine homöopathische Behandlung  werden von einigen gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen eines Vertrages zur “Integrierten Versorgung Homöopathie” übernommen. Sinnvoll ist, bei der eigenen Kasse diesbezüglich nachzufragen.
Bei Privatversicherten und Selbstzahlern richtet sich das Honorar nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).